Dabei sind durchaus
typische Krisen und Lernerfahrungen bestimmten sensiblen Entwicklungsphasen
zuzuordnen und den ersten Lebensjahren kommt eine prägende Bedeutung
zu. Gerade dieser Aspekt der lebenslangen Entwicklungsmöglichkeit
beruht auf dem positiven Menschenbild der Positiven Psychotherapie und
letztlich auf der Tatsache, daß der Mensch oftmals nur Teile seiner
Potenziale wirklich entwickelt hat. Hieraus ergibt sich
auch der therapeutische Ansatz der Positiven Psychotherapie, der im Sinne
der Nacherziehung die Fähigkeiten des Patienten ans Licht bringen
will, damit 'er der wird, der er sein könnte'. Wesentlich ist dabei
der Versuch, eine Balance der individuellen Energieverteilung in den vier
Lebensbereichen 'Körper', 'Leistung', 'soziale Kontakte' und 'Zukunft/Phantasie'
zu erarbeiten.
Persönlichkeitstheorie
Die Positive Psychotherapie sieht
sich in der Tradition der Schulen, die eine Entwicklung des Menschen nicht
nur auf die Kindheit und Jugendzeit beschränken, sondern Entwicklung
als eine Herausforderung betrachten, die das ganze Leben durchzieht.