Die Positive Psychotherapie ist ein tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapieverfahren, das Anfang der 1970er Jahre von Prof. Dr. med. Nossrat Peseschkian und Mitarbeitern entwickelt worden ist. Sie hat ein humanistisches Menschenbild, ein psychodynamisches Krankheitsverständnis und verwendet innovative Techniken. Sie kann als eine konfliktzentrierte und ressourcenorientierte Kurzzeitpsychotherapie bezeichnet werden.

 

Die Positive Psychotherapie berücksichtigt neben den gestörten Bereichen die dem Individuum und der Familie innewohnenden Fähigkeiten. Positiv bedeutet hier entsprechend seiner ursprünglichen Bedeutung (lat. positum) das Tatsächliche, das Vorgegebene. Tatsächlich und vorgegeben sind nicht notwendigerweise die Konflikte und Störungen, sondern die Fähigkeiten, die jeder Mensch mitbringt. Uns interessieren vor allem die Fähigkeit zur Konfliktverarbeitung und zur Selbsthilfe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im transkulturellen Bereich. Hierzu werden auch Märchen, Sprachbilder und Geschichten verwendet.

Die Positive Psychotherapie ist in über 60 Staaten auf Seminaren vorgestellt worden. In ca. 20 Ländern gibt es nationale Gesellschaften bzw. regionale Zentren.