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Diagnostik |
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Das psychotherapeutisch-psychosomatische Erstinterview |
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Stufe I: Beobachtung und Distanzierung Nach Erfassung der persönlichen Daten geht es um das Anliegen, das den Patienten in die Therapie führt. Symptomatik und Beschwerdekomplex werden erfragt und positiv in ihrer Funktion gedeutet. Sprachbilder und transkulturelle Beispiele unterstützen die Distanzierung und den Standortwechsel. Stufe II: Inventarisierung Die Auflistung der Life events der letzten 5 - 10 Jahre gibt nicht nur Aufschluß über wichtige lebensgeschichtliche Ereignisse des Patienten sondern sie offenbaren auch den bisherigen Konfliktbewältigungsmodus des Patienten und geben Informationen über seine Neurosenstruktur. Stufe III: Situative Ermutigung Es werden die bisherigen Bemühungen des Patienten, sein Leben zu bewältigen gewürdigt und seine Selbsthilfepotentiale erfragt und gestärkt. Stufe IV: Verbalisierung Der Patient nennt 3 - 4 Themen, die er in der Therapie bearbeiten möchte und legt damit nicht nur die Arbeitsaufträge fest, sondern bestimmt die subjektive Wichtigkeit seiner Probleme. |
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Stufe V: Zielerweiterung Zum Ende des Erstgesprächs erfolgt ein Ausblick in die Zukunft, indem der Patient nach seinen Wünschen gefragt wird, wenn er seine Probleme gelöst hat. Und zum Schluß
bekommt der Patient noch eine passende Geschichte mit auf den Weg, sowie
Aufgaben, mit denen er selbst durch Aufschreiben einzelne Themen bearbeitet. |
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| Fragebogen | ||||
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| Das
Wiesbadener Inventar für Positive Psycho- und Familientherapie ist
ein Fragebogen mit 85 Items, der Aussagen im Sinne einer Selbsteinschätzung
zu den Vorbilddimensionen, den Konfliktreaktionen und zu den primären
wie sekundären Aktualfähigkeiten enthält. Die Interpretation
der Werte erfolgt immer im Gesamtzusammenhang des Lebens und Umfeldes des
Patienten. Gut zu nutzen ist der Bogen als Gesprächseinstieg in die
Konfliktgenese (Fluchtreaktionen, Vorbilddimensionen), Konfliktdynamik (Grundkonflikt,
Aktualkonflikt) und Konfliktinhalte (Mikrotraumen, Aktualfähigkeiten).
Auch zur Verlaufskontrolle und Qualitätssicherung der Therapie ist
der WIPPF geeignet und erprobt.
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Die vier Bereiche der Konfliktverarbeitung |
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Fragen zum 1. Bereich der Konfliktverarbeitung - Körper: 1) Welche körperlichen
Beschwerden haben Sie, welche Organe sind betroffen?
1) Welche Tätigkeiten
würden Sie gerne ausüben? Sind Sie mit Ihrem Beruf zufrieden? Fragen zum 3. Bereich der Konfliktverarbeitung - Kontakt: 1) Wer von Ihnen ist
kontaktfreudiger? Wer von Ihnen möchte lieber Gäste im Hause
haben? Fragen zum 4. Bereich der Konfliktverarbeitung - Phantasie/Zukunft: 1) Wer von Ihnen legt
mehr Wert auf Phantasie? Haben Sie oft gute Einfälle? |
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| Zur Erfassung der individuellen Konfliktverarbeitung stellt die Methode der Positiven Psychotherapie umfassende Fragebögen zur Verfügung. | ||||